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Tipps & Tricks
Nr.

Fehler

Resultat

 Lösung

1.  

Schmutz oder die Oxidschicht wurden nicht ausreichend entfernt.

 

Beim Löten oder Erwärmen des Werkstücks bildet sich eine schwarze, scheinbar verbrannte Schicht. Es ist keine Lötverbindung entstanden.

Nach dem Abkühlen des Werkstücks konnte man durch einfaches Wackeln das angelötete Stück abbrechen. 

Oftmals können Sie diese Probleme umgehen, in dem Sie Folgendes tun: Reinigen Sie das Werkstück mit warmen Wasser und einem trockenen Tuch. Bei hartnäckigem Schmutz können Sie diesen auch mit Waschbenzin entfernen. Entfernen Sie unmittelbar(1 min.) vor dem Lötvorgang die Oxidschicht, notfalls können Sie auch noch während des Lötvorgangs mit der beiliegenden Edelstahlbürste oder einem spitzen Edelstahlgegenstand, so z.B. Schraubendreher oder einer Anreisnadel die Oxidschicht entfernen bzw. aufritzen. flussmittel nicht vergessen !
2.  

Ungenügende oder ungleichmäßige Erwärmung.

 

Es hat keine Diffusion stattgefunden. Das Lot ist nicht korrekt abgeschmolzen, sondern hat in Perlenform auf dem Werkstück gelegen. Auch hier ist keine Verbindung entstanden.

Die Lötnaht ist nicht an allen Stellen identisch, teilweise bestehen noch Spalten die kein Lot aufgenommen haben. Das Lot ist einmal kaum, und an anderer Stelle sehr dick aufgetragen. 

Erwärmen Sie das Werkstück großzügig von allen Seiten. Natürlich auch von unten, wie Sie wissen steigt die Wärme im Werkstück autom. nach oben. Wenn ihr Werkstück beispielsweise 10cm lang ist macht es natürlich Sinn das ganze Werkstück zu erwärmen. Ob Sie das Werkstück gleichmäßig erwärmt haben, können Sie auch feststellen in dem Sie an verschiedenen Stellen dezent das Lot andrücken. Wenn es an allen Stellen gleichmäßig abschmilzt, haben Sie die richtige Temperatur erreicht.
Große Werkstücke sollten auf bis zu 250°C vorgewärmt werden. Dieses ist möglich im Backofen oer auf einer Herdplatte.
NIE WERKSTÜCKE MIT FLUSSMITTEL VORWÄRMEN, DIESES IST GRIFTIG.  
3.  

Überhitzung des Werkstücks.

 

Es bildet sich eine scheinbar verbrannte Schicht bzw. ein Schmutzschleier. Löten nicht mehr möglich.

Das Werkstück ist verformt oder sogar aufgeschmolzen. 

Leider zeigt Aluminium gegenüber Eisen und Stahl nicht durch Verfärbung an, wie heiß es schon ist. Daher sollten Sie dieses mit der oben beschrieben Methode durch das Lot austesten. Wenn eine Überhitzung stattgefunden hat sollten Sie das Werkstück abkühlen lassen, im Anschluss reinigen und erneut versuchen es zu löten.
4.  

Reparaturaufbau mit dünnflüssigem Kapillar-Lot, z.B. TMP39er.

 

Es gelingt Ihnen nicht mit dem genannten Lot einen Aufbau zu erreichen, das Lot lässt sich nicht modellieren. Das dünnflüssige Kapillarlot TMP39 ist für solche Aufgaben nicht geeignet. Hiermit ist es nicht möglich zu Modellieren bzw. Lötrauben aufzubauen. Nutzen Sie dafür einfach das Lot des DIY-Packs, TMP 36 und TMP 40 oder sehen Sie sich die Lotauswahl unter: Aluminium-Speziallote an.
5.  

Haarrisse löten mit dickflüssigem Reibelot, wie beispielsweise das Lot des DIY-Packs bzw. TMP40er Lot.

 

Nach dem Löten stellen Sie fest, dass das Lot nicht in den Haarriss gelaufen ist, sondern nur die Oberfläche durch das Lot benetzt wurde. Das Reibelot des DIY-Packs ist für solche Aufgaben nicht geeignet . Für solche Lötarbeiten benötigen Sie ein Lot, welches so dünnflüssig ist, dass es auch tatsächlich durch die Kapillarwirkung in kleinste Spalte gezogen werden kann. Hierzu empfiehlt sich primär das Hartlot TMP 39, 39F oder auch das Weichlot TMP 12 in Verbindung mit dem Aluminium-Flussmittel. Das Reibelot des DIY-Packs ist eher zähflüssig und daher auch bestens nutzbar für den Aufbau und die Modellierung von Teilen. Eine weitere Auswahl an Spezialloten finden Sie unter: Aluminium-Speziallote.
6.  

Löten von unzugänglichen nicht benetzbaren Stellen ohne geeignetes Flussmittel.

 

Der Lötvorgang war nicht erfolgreich, die Verbindung hält nicht. Die Reparatur eines minimalen Loches in einem Aluminiumrohr schlug fehl, da die Stelle nach dem Löten noch immer undicht ist. Denken Sie daran, dass Sie nur eine gute Lötverbindung erreichen können, wenn eine Diffusion stattfinden kann. An unzugänglichen Stellen wird immer Schmutz, und auf jeden Fall die Oxidschicht verbleiben, daher können Sie solche Stellen ohne Aluminium-Flussmittel nicht löten. Benetzen Sie solche Stellen mit dem Flussmittel, damit auch dort die Oxidschicht entfernt wird, und eine Verzinnung stattfindet, um durch das Lot die Entstehung einer Legierung zu ermöglichen. Für kleine Löcher eignet sich primär das TMP 39/ 39F Kapillarlot, oder auch das Lot TMP 12. Bei großen Löchern hingegen sollten Sie das Lot des DIY-Packs bzw. das TMP 40er Lot verwenden.
7.  

Oxidschicht entfernen mit einer normalen Stahlbürste.

 

Alles hat funktioniert, aber scheinbar rostet nach ein paar Tagen das Aluminium. Aluminium korridiert normal nicht. Außer natürlich durch bestimmte chemische Vorgänge. Das kann der Fall sein, wenn durch bestimmte Chemikalien oder Stoffe dauerhaft die schützende Oxidschicht des Aluminium zerstört wurde. Natürlich kann es auch sein, dass Sie zuletzt durch die Stahlbürste kleinste Stahl- oder Eisenpartikel in das Lot bzw. die Aluminiumoberfläche eingebracht haben, und die können natürlich anfangen zu korridieren.
8.  

Mit Wasser das Werkstück abschrecken.

 

Die Lötstelle sah einwandfrei aus, doch nach dem Abkühlen haben sich Haarrisse gebildet. Durch die schlagartige Abkühlung von heiß zu kalt kommt es zu sehr starken Materialspannungen. Deshalb müssen Sie Werkstücke aus Aluminium nach dem Schweißen oder Löten immer langsam abkühlen lassen. Später können Sie diese selbstverständlich wieder mit Wasser reinigen.
 

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