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Tipps & Tricks
Nr.

Arbeitsvorgang

Erklärung

1. Werkstück gut fixieren, ohne einen zu großen Wärmeabgang zu ermöglichen. Es ist wichtig das zu lötende Werkstück best möglich zu fixieren. Da es beispielsweise bei der Anwendung des Reibelots notwendig sein kann, dass Sie beim Reibevorgang auch dezent die Edelstahlbürste andrücken müssen, um die Oberfläche best möglich mit dem geschmolzenen Lot zu benetzen. Aluminium sollten Sie immer so fixieren, dass ein möglichst geringer Teil mit der Einspannvorrichtung in Berührung kommt. Wie Sie wissen ist beim Weichlöten die einheitliche Temperatur an der Lötstelle sehr wichtig. Wenn Sie nun ein quadratisches Werkstück vollflächig in einen Schraubstock einspannen besteht die Möglichkeit das die Wärme gar nicht erst im Aluminium-Werkstück bleibt, sondern diese direkt an den Schraubstock abgegeben wird. Das möchten wir natürlich nicht, daher sollten Sie das Aluminium beispielsweise beim Löten auf einen Schammottestein legen, oder aber so einspannen, dass es nur punktuell am Werkstück zu einer Berührung kommt.    
2. Möglichen Schmutz, Lack, Eloxierung und natürlich die Oxidschicht entfernen. Wie Sie bereits gelesen haben ist es wichtig die zu lötende Oberfläche metallisch blank zu machen, bevor Sie mit dem Lötvorgang beginnen. Natürlich muss auch eine eventl. vorhandene Lacksicht entfernt werden und auch eine farblich eloxierte Fläche muss komplett im Lötbereich entfernet werden, das gilt natürlich auch für die Oxidschicht. Es verhält sich hier grundlegend wie beim Lackieren oder Kleben. Wenn der Untergrund nicht entsprechend vorbereitet ist, ist die Haftung des Lots ungenügend bzw. das Ergebnis unbefriedigend. Die Benetzung durch das Lot und die notwendige Diffusion können nicht stattfinden, da das Lot nicht in den Kornbereich des Materials eindringen kann.  
3. Das Werkstück gleichmäßig und sehr großzügig erwärmen. Ähnlich wie bei der Entfernung von Schmutz und der Oxidschicht, muss auch die Löttemperatur stimmen. Wenn diese zu hoch ist schmilzt Ihnen ganz einfach das Material davon. Ist die Löttemperatur jedoch zu niedrig, erreicht die Materialoberfläche nicht den leicht flüssigen Zustand im Kornbereich des Aluminium, ohne den keine Diffusion und somit dauerhafte Verbindung möglich ist. Hier liegt dann oftmals das Weichlot in Kugelform auf dem Werkstück ohne eine Verbindung eingegangen zu sein. 
4. Beim Verbinden von Werkstücken das Lot leicht erwärmt mit dezentem Druck in der Soll-Lötstelle abschmelzen. Erwärmen Sie vorerst immer großzügig das Werkstück. Im Anschluss versuchen Sie nun das Lot im Bereich der gewünschten Lötstelle abzuschmelzen. Hierzu ist es eventl. notwendig das Lot dezent anzudrücken, bzw. es über die Lötstelle zu reiben, so das es abschmelzen kann. Das Lot dürfen Sie jedoch nicht mit dem Brenner verbrennen, sondern lediglich mit dem Randbereich der Flamme erwärmen. Das ist wichtig, um nicht bestimmte Legierungsbestandteile des Lotes zu verbrennen. Je nach Lot verhält es sich jedoch unterschiedlich. Viele Lote und Drähte können auch direkt mittels Flamme erwärmt werden. 
5. Beim Reparieren oder Aufbauen von abgebrochenen Bauteilen das Lot mit einer Edelstahlbürste in die Oberfläche des Werkstücks einreiben. Wie Sie wissen muss an der Oberfläche/ Lötstelle eine Diffusion stattfinden, damit dort eine neue Verbindung in diesem Fall durch die Legierung entsteht. Die Legierung entsteht im flüssigen Zustand zwischen dem Lot und der Oberfläche des zu lötenden Werkstücks. Teilweise muss man jedoch der dafür notwendigen Benetzung der Oberfläche durch das Lot etwas nachhelfen. Dazu verwenden Sie einfach die beiliegende Edelstahlbürste. Wenn das Lot flüssig ist, bürsten Sie nun in diesem Zustand das Lot in die Oberfläche des Werkstücks ein. Wie beim Schuhe eincremen, muss man mit einem dezenten Druck das Lot in die Oberfläche einbürsten. Dadurch entsteht die gewünschte Legierung auf der wir dann mit dem Lot beliebige Aufbauten vornehmen können. Je nach Werkstück macht es Sinn, wenn Sie sich eine kleine Form bauen, damit Sie das Lot auch in dieser Form abschmelzen bzw. aufbauen können. Bei einer Ecke ist es entsprechend sinnvoll, wenn Sie sich aus einem kleinen Stahlblech einen rechten Winkel biegen und diesen von hinten gegen das Werkstück pressen. Somit läuft ihnen beim Materialaufbau mit dem Lot, das Lot nicht davon.
6. Das Werkstück langsam, und ohne es unter Wasser zu halten abkühlen lassen. Wenn Sie mit dem Löten fertig sind berühren Sie je nach Größe und Umfang der Lötarbeit erst einmal das Werkstück nicht. Hier kann es durch geringfügige Bewegung dazu kommen, dass die Verbindungsstelle abreißt, da die Legierungsschicht noch nicht ausgehärtet war. Aus dem gleichen Grund dürfen Sie auch Aluminium nicht mit Wasser Abschrecken, wie Sie es eventl. bei Stahl oder Eisen gewohnt sind. Beim Aluminium können dadurch Spannungen und Risse entstehen. Lassen Sie daher das Werkstück einige Minuten in Ruhe abkühlen, danach können Sie es selbstverständlich mit Wasser reinigen, oder mit einem Tuch abputzen. Bei der Verwendung von Flussmittel müssen Sie das sogar tun, um die zum größten Teil korrosiven Rückstände zu beseitigen.
 

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